| Öl-, Feststoff-, Gas-
oder Fussbodenheizung Ölheizung: In ländlichen Regionen stellt sich die Frage nach der richtigen Energiequelle seltener, da häufig keine Gasleitungen vorhanden sind. In dieser Situation ist eine Möglichkeit das Heizöl. Die Vorteile des Heizöls liegen im hohen Heizwert, zudem ist es leicht zu transportieren und zu lagern. Wer sich für Heizöl entscheidet, muss sich selbst um die Beschaffung des Brennstoffes kümmern — das bedeutet, der Lieferant kann frei gewählt werden, ebenso der Zeitpunkt, und damit der Preis, zu dem der Brennstoff eingekauft wird. Einziger Nachteil dabei: Der gesamte Vorrat an Heizöl muss vorfinanziert werden. Die Brennstofflagerung als solche ist heute kaum noch mit Problemen verbunden. Während früher 10.000 Liter-Tanks keine Seltenheit waren und in der Regel nahezu einen kompletten Kellerraum an Platz beanspruchten, reicht mittlerweile ein wesentlich kleinerer Vorrat aus. Hinzu kommen neuartige Öltanksysteme, die einfacher und platzsparender plaziert werden können. Sie garantieren darüber hinaus eine korrosionsfreie Innenhülle, und auch der unangenehme Heizölgeruch ist kein Thema mehr. Eine Vielzahl der noch herrschenden Vorurteile in Bezug auf Verwendung und Lagerung von Heizöl sind also schlichtweg überholt. |
| Feststoffheizung:
Holz — ein Brennstoff mit Zukunft … Das Heizen von Holz macht relativ unabhängig von externen Energie-Lieferanten, die Verbrennungsrückstände in Form von Holzasche liefern mineralstoffhaltigen Gartendünger, zudem ist Holz einer der schwefelärmsten Brennstoffe, so dass das Heizen mit Holz auch dem Umweltgedanken gerecht wird. Je nach Holzart reicht eine Holzfüllung 3—4 Stunden bei voller Leistung. Ein Pufferspeicher übernimmt die Wärmeversorgung des Hauses in Fehlzeiten. Dieser Pufferspeicher muss immer dann nachgeladen werden, wenn der Holzkessel brennt - der Kessel ist sowohl für die Wäremeversorgung des Hauses als auch für die Auffüllung des Speichers verantwortlich. Holz ist gespeicherte Sonnenenergie — durch Verbrennen wird Holz wieder zur Wärme. |
| Gasheizung:
Erdgas wird Ihnen von Ihrem Energiedienstleister direkt ins Haus geliefert. Es steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung — ganz ohne Planung und Brennstofflagerung. Im Vergleich zu anderen fossilen Brennstoffen sind die CO2–Emissionen
von Erdgas gering. In Verbindung mit moderner Brennwerttechnik trägt
Erdgas zu einer weiteren CO2-Reduzierung bei. Mehr Platz im Haus: Erdgas erfordert keine Brennstofflagerung, die Geräte sind kompakt und können überall im Haus aufgestellt werden. Erdgas ist nicht nur sparsam im Verbrauch: Finanzielle Förderprogramme senken die Investitionskosten für die Heizungsanlage. Ein weiteres Plus: Kosten für die Brennstoff-lagerung entfallen bei Erdgas komplett. |
| Fussbodenheizung:
Fußbodenheizungen gelten als komfortabel und als energiesparend — dafür als teuer in der Anschaffung. Der Mehrpreis für die sichtbare Wärme aus dem Boden ist aber seit Jahren geschrumpft, und heute muss der Bauherr für eine Bodenheizung nicht mehr berappen als für ein gewöhnliches Heizkörpersystem. Warum? Zunächst schreibt der Gesetzgeber für alle Gebäude — egal, wie sie beheizt werden — eine hochwertige Wärmedämmung vor. Das war früher anders: Wer sein Eigenheim mit Heizkörpern ausstattete, brauchte keine starke Dämmung. Bei einer Fußbodenheizung— sowie bei einem Elektro-Speicherheizsystem — war indes diese Mehrausgabe notwendig. Gravierender auf die Preisbildung wirkte sich der Trend zur Niedertemperaturheizung aus. Kein Heizungsbauer rät heute noch zu Radiatoren, die mit Wasser von über 75º C beschickt werden. Solche hohen Temperaturen erzeugen nur hohe Wärmeverluste und moderne Heizkessel sind darauf gar nicht abgestimmt. Diese Wärmeerzeuger — vor allem Brennwertkessel, Thermen und auch die Wärmepumpe — arbeiten nur bei relativ niedrigen Heizwassertemperaturen mit einem guten Wirkungsgrad. Allerdings: Um im Raum die gleiche Heizwirkung zu erreichen wie mit einem Hochtemperatursystem, sind größere Heizkörper notwendig — und die Kosten eben mehr. Bei der Systemwahl sollte sich der Bauherr also auch eine moderne Warmwasser-Fußbodenheizung anbieten lassen. Sie ist die energiesparende Niedertemperaturheizung par excellence, denn sie arbeitet mit einer Heizwassertemperatur von nur 35—45° C. Sollte das Angebot höher ausfallen als für ein Radiatorsystem, so ist die Frage nach dem Warum durchaus berechtigt. Wichtig ist freilich, dass sich der Bauherr schon beim Entwurf des Hauses mit dem Architekten für die Bodenheizung entscheidet. Dann entfallen in der Kalkulation viele Mauerschlitze, Wand- und Deckendurchbrüche für die Anbindung von Radiatoren und die Rohrdämmung nach der Heizungsanlagenverordnung. Dadurch werden die Gesamtbaukosten niedriger, und nur die darf man vergleichen, nicht allein die beiden Angebote, die der Heizungsbauer vorlegt. Wer sich auskennt, weiß ferner, dass im üblichen Angebot für eine Fußbodenheizung bestimmte Systembauteile aufgeführt werden (Randdämmstreifen, Wärme- und Trittschalldämmung, Abdeckfolie, Estrichzusatzmittel und Profile für Bewegungsfugen), die jedes Haus braucht. Diese Posten erscheinen normalerweise nicht in den Baukosten und auch nicht im Angebot für eine gewöhnliche Radiatorenheizung. Kritische Bauherren wissen entsprechend zu vergleichen und zu rechnen. Fast jeder Zweite entscheidet sich daher für die Bodenheizung. Milde Wärme auf Schritt und Tritt. Die unsichtbare Fußbodenheizung bietet diesen Komfort heute preiswerter als früher, betrachtet man die Investitionskosten konkurrierender Systeme. Fragen Sie in unserem Fachbetrieb nach, wir werden Sie sicher gut beraten. |